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Herr Weck und der Kabelanschluß

März 06, 2009 By: Merl Category: Computer, Freizeit & Unterhaltung, Meinung

Hach was für eien freude, ich find heut einen Brief im Briefkasten, mit Handgeschriebener Adresse, das deutet idR drauf hin es is keine Werbung. Dennoch beschlich mich ein ungutes Gefühl, daß auch prompt bestätigt wurde als ich den Brief geöffnet habe und darin die Absage meines Hausverwalters an meinen Kabelanschluß fand.

Die Bemerkungen die auf der Anfrage von AVC an ihn drauf sind lassen mich allerdings seltsames ahnen -> da steht „Deckendurchbruch?“. Also ruf ich den guten Mann erstmal an, und hab – Oh Wunder – diesmal keine unwissende Telefonistin und auch nicht seine Frau, sondern ihn selbst dran. Erstmal gefragt wieso denn überhaupt abgelehnt wurde? Ja, er habe mit der Vermieterin  – die gerade mal wieder in Amerika verweilt –  geredet und die Wünsche keinen Deckendurchbruch. Ich ihm also erstmal erklärt, daß ich ja schon Kabel habe, und hier kein Deckendurchbruch erfolgen soll, sondern nur das alte Kabel im bereits vorhandene Schacht ersetzt wird.

Darauf ihm zu erklären das ein Etagenstern sowas wie ein T-Stück mit mehr als 2 Ausgängen ist habe ich lieber verzichtet. Allerdings fing er dann an auf dem Hausstrom und den „mehr als kritischen“ Mitmietern hier im Haus herumzuhacken. Bevor ich jetzt meinen Senf dazu abgebe eine kurze Bemerkung, der Mann nannte mich trotz mehrmaliger Korrektur, mit schon beinah absichtlich wirkenden Bösartigkeit, immer wieder „Herr Weck“, ja bin ich ein Brötchen oder was?!

An den bösen, bösen, mehr als kritischen, Mitmietern ist der gute Mann übrigens selbst Schuld – auch ich zähle mich zu dieser bösartigen Gattung die dem armen Mann sein Leben so schwer macht – als er damas von der alten Hausverwalterin die Häuser hier übernahm kam der gute Herr nämlich wie die Axt im Walde bei uns an. Keine „Hallo, ich bin der neue Hausverwalter, schön Sie kennen zu lernen.“, nein ,nichtmal ein kurzer Infoaushang das die Hausverwaltung gewechselt hat! Der Mann kam gleich mit nem Drohschreiben an in dem er uns androhte er würde die Gasversorgung abdrehen wenn wir nicht auf der Stelle die Gasüberprüfung machen lassen, am besten von dem von ihm vorgeschlagenen Handwerker – ein Schelm wer da an Vetternwirtschaft denkt!

Natürlich war die Nachbarschaft darüber wenig erfreut, lässt man hier doch seit vielen Jahren die Gasüberprüfung regelmäßig durch ein und den selben Handwerker machen – entsprechend hat man dem Hausverwalter gegenüber auch reagiert und schlußendlich haben die Meisten hier, mich eingeschlossen, die Gasüberprüfung wie immer dort ausführen lassen. Das Drohschreiben war absolut unnötig und hat hier alle vor den Kopf gestoßen, sowohl die alten Mieter, die ja jährlich ihre Prüfung gemacht haben, als auch die(/den? glaub ich bin der Einzige) Neuen, den ich für meinen Teil habe als die Drohung kam gerade mal 3 Monate in dem Haus gelebt und sicherlich nie vorher eine aufforderung bekommen auf die der Mann sich in seiner Drohung bezog (die Alten haben diese Aufforderung auch nie erhalten, abgesehen davon).

Als nächstes gab es hier Hochwasser, nicht das wir sonderlich tief lägen, oder neben den Häusern ein Fluß läuft, aber im Keller kam das Wasser bei starkem Regen aus dem Gulli. Ein bekanntes Problem hier im Haus auf das der Hausverwalter auch schon angesprochen wurde, aber nicht reagierte. In einer gemeinsamen nachbarschaftlichen Anstrengung konnten wir nachdem die Feueerwehr den Hauptteil abgepumpt hatte den Keller komplett von den Reste ndes Wasseres befreien und reinigen. Der Hausverwalter war natürlich nicht zu erreichen. Tage später – ein Nachbar hatte dann doch mal Glück – kam er dann, wenig beeindruckend aber sehr Voluminös, ebenso wie seine Frau – vorbei. Damit hier nicht irgendwelcher Schindluder läuft, waren wir auch diesmal mehrere Nachbarn die sich ihm stellten, der Drohbrief hatte uns ja schon gewarnt.

Nebst dem Sperrventil im Kanalzugang des Kellers wurde er auch auf ein Fehlendes Dachbodenschloß und eine verschwundene Abdeckung der Außenbeleuchtung hingewiesen. Zu meinem größten Erstaunen, allerdings wohl ehr aus Gründen der Rechtssicherheit, hat der Hausverwalter irgendwann später tatsächlich das Sperrventil reparieren lassen. Wieso Rechtssicherheit? Weil es bereits das 2te Mal in kurzer Zeit war und er bei einem 3ten Mal spätestens eine gemeinschaftliche Klage der Hausbewohner am Hals gehabt hätte wegen Unterlassung von wichtigen Reperaturen. Beim Dachboden bin ich mir nicht sicher, aber die Abdeckung fehlt auf jedenfall weiterhin.

Gut, ich bin abgeschwiffen, aber ich denke es zeigt wieso die Mieter hier kritisch gegenüber dem guten Mann sind. Nun zurück zu meinem Kabelanschluß. Der Hausverwalter nannte mich nach wie vor Herr Weck und wir waren inzwischen dabei über den Verstärker zu Diskutieren. Ja, er habe ja kein Problem damit Platz im Keller herzugeben, aber es müsse ein Zwischenzähler gesetzt werden, wegen der Nachbarn und der Deckendurchbruch. Gut, nochmal erklärt es gibt keinen Deckendurchbruch, und ich klär das, hab je kein Problem wenn ich das Teil allein nutz das da n eigener Zähler dran is. Auch wenn ich nicht glaub das einer der andern das was sagt, Beschwert sich ja auch keiner über die Hobbywerkstatt eines Nachbarn im Keller die auch über Hausstrom läuft – ganz im Gegenteil, ich zumindest bin froh das er die hat, hat mir schon viel geholfen.

„Und Überhaupt“, ging es weiter, „wenn Sie dann in nem halben Jahr ausziehen Herr Weck, wer bezahlt dann die Demontage, weil dann läuft der Verstärker ja immernoch weiter“. Ungefähr an der Stelle ist mir der Hals geplatzt und ich hab dem Mann erklärt „Mein Name ist Betz und bitte nennen Sie mich auch so!“ und danach, daß ich nicht vorhabe in nem halben Jahr auszuziehen und man wenn da einen Zwischenzähler gesetzt hat, es ja ganz einfach ist, dort die Sicherung herauszudrehen, zumal so ein Anschluß ja evtl auch für einen Nachmieter interessant sein kann – außerdem wurde nach dem Tot meiner Vormieterin ja auch der Kabelanschluß nicht entfernt, wieso jetzt plötzlich?!

OK, ich habe angeboten ich kläre das mit dem Zwischenzähler und er redet nochmal mit der Vermieterin. Auf meine Frage wann ich ca. damit rechnen könne wurde er regelrecht ungehalten, er telefoniert doch nicht jeden Tag nach Amerika, und er hatte nur zufällig noch was anderes und deswegen gings so schnell. Das Argument, daß ich ja Urlaub nehmen muß für den Termin falls es klappt war ihm gelinde gesagt sch*** egal, ist ja nicht sein Problem. Außerdem würde er mir ohnehin keine großen Hoffnungen machen. Naja, ich vermute mal das heißt, daß er entweder garnicht mehr dort anruft, weil ers „vergisst“ oder wieder irgendwelchen Mist von Deckendurchbrüchen erzählt dies garnicht gibt.

Jedenfalls hab ich dann gleich nochmal bei AVC angerufen, der erste Versuch kam auf nem AB raus der irgendwie auf die Service-Ring-Leitung geschaltet war, hab dem Mann eine Nachricht hinterlassen das ichs befremdlich finde zu Geschäftszeiten auf dem persönlichen AB eines Servicemitarbeiters zu landen und gleich nochmal angerufen. Beim 2ten Versuch wars eine nette Dame, der ich mein Problem auch recht schnell erklären konnte, die mir aber leider nicht sagen konnte, ob AVC Zwischenzähler setzt oder setzen kann, ich solle nochmal direkt bei den Kollegen in Nürnberg anrufen, aber die seien Freitags leider nicht so lang da. Also muß ich eben am Montag nochmal anrufen, am besten in der Mittagspause.

2 Comments to “Herr Weck und der Kabelanschluß”


  1. Guten Morgen Herr Weck,

    find ich wirklich schade, dass nun alles an dem Deckendurchbruch bei Ihnen scheitert. Aber Ihnen bleibt doch noch das normale Internet über die Telefonleitung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alex

    1
  2. Soso der Herr Weck also.
    Sieh es doch mal so: Den Namen spricht garantiert keiner falsch aus.
    Und ein Deckendurchbruch ist halt mit viel Dreck verbunden. 🙂

    Grüssle
    Kathrin

    2


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